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> LDM70 Toolcraft Laser-Entfernungsmesser
BigFun
Geschrieben am: Donnerstag, 22.Dezember 2011, 18:30 Uhr
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Testbericht - Laser-Entfernungsmesser LDM 70 Toolcraft

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Der Laser-Entfernungsmesser der Conrad Eigenmarke Toolcraft, wird in einer schlichten und unscheinbaren Verpackung ausgeliefert, welche ohne übertriebene optischen Hilfsmittel in schlichten grau und rot Tönen daherkommt. Aber der Inhalt ist allerdings gerade das Gegenteil von schlicht. In dem kleinen rot und schwarzen Gehäuse versteckt sich eine gehörige Portion Technik vom feinsten.

Zusätzlich befindet sich bei dem Gerät noch eine kleine Anleitung, eine Handschlaufe, eine Gürteltasche mit fest schließendem Klettverschluss und ein kleiner roter Markierungsstift – ähnlich einem Druckbleistift mit einer ca. 90 mm langen Mine, also genug Farbe um ordentlich viele Markierungen anzureisen.

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Das Gehäuse des LDM 70 hat in etwa die Größe eines Handys, ist aber natürlich um einiges dicker. Durch die geringe Größe und die gummierten Seitenteile, ist die Haptik des Gerätes hervorragend.
Leider wurden alle Tasten in Form einer Folientastatur gestaltet, was zwar sicherlich Verschmutzungen und Wassereindringen auf der Vorderseite verhindert, aber leider das blinde Messen etwas erschwert. Dies ist aber auch der einzige wirkliche Makel dieses Gerätes.
Die Bedienelemente selbst sind sinnvoll auf der Vorderseite, unter dem großen und mit zuschaltbarer Beleuchtung versehenen Display, angebracht und mit selbsterklärenden Symbolen ausgestattet.

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Das Display ist ohne Beleuchtung eher schwer abzulesen, mit der grünen Hindergrundbeleuchtung aber, ist es sehr klar erkennbar und zeigt alle wichtigen Informationen an.
Auf der Rückseite des Messgerätes befindet sich das Batteriefach, sowie ein Gewinde, um den Laser-Entfernungsmesser auch fest auf einem Stativ befestigen zu können. Darüber hinaus befindet sich hier auch noch der Warnhinweis auf die Gefahren welche durch den verbauten Laser der Klasse 2 entstehen können.
Rechts unten am Gehäuse befindet sich seitlich eine Öffnung für die Handschlaufe, und auf der Oberseite sind die beiden Öffnungen für den Laserstrahl und die Messoptik.

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Der Messbereich des Gerätes liegt zwischen 5 cm und 70 Metern, bei einer angegebenen Messgenauigkeit von 1.5 Millimetern. Insgesamt werden 20 Messungen erfasst und im Speicher behalten, hierdurch sind recht zügige Messungen innerhalb von Räumen möglich. Mittels Plus- und Minus-Tasten können Werte direkt addiert/subtrahiert werden um zB Vorsprünge usw. richtig zu berechnen.

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Durch längeres Drücken verschiedener Tasten, können weitere Funktionen wie etwa kontinuierliches Messen, Countdownfunktion, verschiedene Arten des“ Indirekten Messens“ oder auch die Position des Ausgangspunktes der Messung geändert werden.


Die verschiedenen Indirekten Messungen dienen zur Ermittlung der Höhe eines Messobjektes ohne das man direkt Anstellpunkte hat. So kann zum Beispiel die Höhe eines Baumes aus der Entfernung gemessen werden.
Hierbei wird von dem Gerät, je nach gewählter Messeinstellung, die benötigte Kante der Messung im Display angezeigt und bei erfolgter Messung wird zum nächsten Messpunkt übergegangen. Konnte das Messgerät die Messung mal nicht direkt vornehmen, dann erfolgt keine Weiterschaltung und die Messung muss nochmals vorgenommen werden. Mittels der Messwerte und dem Winkel wird nach Abschluss der Messung über Pythagoras die Höhe des Objektes ermittelt und angezeigt.


Auch Flächen und Raumvolumen können mit dem Gerät auf einfachste Weise ermittelt werden, und auch hier zeigt das Gerät im Display die zum Messen benötigten Kanten an.
Über das Drücken der Einstell-Taste können nach dem Messen z.B. die letzten 20 Messwerte Abgefragt werden, der Messpunkt verschoben werden( Absteckpunkt), diverse Längenmaße wie Fuß oder Zoll usw. eingestellt werden, oder man kann auch den Entfernungsmesser als Laserpointer „zweckentfremden“.



Die Nutzung:

Bei der Arbeit mit dem Gerät ist mir einiges aufgefallen, was noch erwähnt werden sollte.
Messungen auf spiegelnden und reflektierenden Objekten und Oberflächen sind Aufgrund der optischen Messmethode manchmal recht problematisch, Abhilfe schaft hier ein einfaches Blatt Papier oder ein einfacher Post-it.
Bei den indirekten Messungen sollte man die Anzeige stets im Auge behalten, da ab und zu Messungen wiederholt werden müssen, hier wäre eine akustische Meldung hilfreich.
Da das Gerät nicht Wasserdicht gebaut wurde, sollte es nur in trockener Umgebung benutzt werden.
Die Folientasten sind bei schlechter Beleuchtung leider nicht beleuchtbar, und daher schwer erkennbar, eine Markierung mittels Hervorhebungen ähnlich Blindenschrift oder halt eine Hintergundbeleuchtung wäre hier vorteilhaft.

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Fazit


Der LDM 70 ist ein sehr handliches Gerät, welches sehr schnelle und sehr genaue Messungen im Trockenen ermöglicht. Hierbei ist es unwesentlich ob im Freien oder in Räumen, lediglich bei spiegelnden Oberflächen zeigen sich Schwächen, welche aber ganz klar an der Messmethode liegen.

Durch die Vielseitigkeit der Messmöglichkeiten, wie Flächen, Volumen und indirekte Höhenmessungen, ist das Messgerät für viele Gewerke (vom Handwerker bis zum Architekten) geeignet.

Geringe Schwächen leistet sich das LDM 70 bei der Lesbarkeit der Tasten im Dunkeln sowie bei ausgeschalteter Displaybeleuchtung.
Aber alles in allem ist das Gerät durch Funktion und Handlichkeit sehr empfehlenswert und sollte in keinem Gewerk fehlen.
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